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Richtiges Heizen eines Grundofens

Die Zuluft grundsätzlich erst schliessen, wenn sich nur noch Glut im Brennraum befindet. Niemals vorzeitig die Luftzufuhr schliessen oder drosseln, da sonst Verpuffungsgefahr besteht. Beim Abbrand immer die Zuluft maximal geöffnet halten.

Heizen und Anfeuern eines Grundofens

Brennholz im Brannraum aufschichten, Menge abhängig von der Brennraumgröße, im Normalfall ca. 8 kg je Schürvorgang. Maximal sind 2 Schürvorgänge pro Tag im Heizintervall von 10-12 Stunden zulässig.
Sobald sich nur noch Glut im Brennraum befindet, darf die Zuluft gedrosselt bzw. komplett geschlossen werden. Vorzeitige Zuluftreduzierungen bereits während eines Abbrandes kann zu Verpuffungen und somit zu Schäden am Grundofen führen.

Türgriffe immer in geschlossener Position halten, da sonst der Griff aufgrund der enormen Hitzeeinwirkung über die Scheibe Schaden nehmen kann.
Wir empfehlen das Befeuern mit Hartholz, mind. 2 Jahre gelagert, Scheitlänge 25-35 cm.

Grundöfen sind keine Dauerbrandöfen, durch permanente Überhitzung kann der Grundofen Schaden nehmen. Kein behandeltes, lackiertes oder imprägniertes Holz verwenden, da Brennraum und Glasscheiben dadurch Schaden nehmen können. Ascheentleerung im Regelfall 1 - 2 x pro Heizperiode, je nach Holz-Qualität.

Anfeuern: Mit speziellen Anzündern ( keine Flüssigbrennstoffe oder Brandbeschleuniger verwenden ) wenn möglich auf  Papier verzichten, wegen zu starker Russ- und Rauchentwicklung.
Reinigen der Züge: Durch spezielle Revisionen kann das Zugwerk in mehrjährigen Abständen gereinigt werden. Hier bitte beachten, daß sich Glutpartikel im Zugwerk befinden können.
Grundsätzlich sind die Heizanleitungen der Hersteller befolgen. Diese werden im Rahmen der Heizeinweisung ausgehändigt.

Ein Grundofen ist nicht wartungsintensiv, sollte jedoch regelmäßig zumindest alle 2 - 3 Jahre vom Ofenbauer überprüft werden. Seriöse Betriebe bieten diesen Servise kostengünstig an.
Risse im Brennraum können bedingt entstehen und stellen keinen Mangel dar. Lose Fugen im Brennraum sollten entfernen und neu geschlossen werden.
Brennholz niemals einwerfen sondern einlegen. Durch Werfen können Schamottesteine im Brennraum Schaden nehmen.

Der Grundofen und dessen Betrieb

Ein Grundofen ist eine Speicherfeuerstätte, in die die Wärme über die Verbrennung des Brennstoffes eingebracht wird und die danach über einen langen Zeitraum gleichmäßig Wärme an den Aufstellraum abgibt. Bei dieser Art von Feuerstätten ist ein optimaler Betrieb anzustreben, um effizient beheizen zu können und die Umweltbelastung durch Schadstoffe aus dem Verbrennungsprozeß so niedrig wie möglich zu halten.

Installation und Aufbau von Grundöfen

Grundöfen dürfen nur in Räumen installiert werden, die einen maximalen Unterdruck von 10 Pa im bestimmungsgemäßen Betrieb der Lüftungsanlage aufweisen. Dies ist insbesondere beim Einsatz von Dunstabzugshauben in Küchen zu beachten, die in der Regel höhere Unterdrücke realisieren. Eine gesonderte Luftrückführung ist für diesen Fall erforderlich. Alternativ schreibt Ihr Kaminkehrer einen Fensterkontaktschalter vor.

Für den Abbrand darf nur trockenes, naturbelasseses Holz verwendet werden. Trockenes Holz bedeutet, daß die Restfeuchte unter 20 % sein soll. Das wird erreicht, wenn frisch geschlagenes Holz mindestens 2 Jahre witterungsgeschützt gelagert wird. Nasses Holz führt zur Versottung der Feuerstätte und Abgasanlage sowie zu hohen Schadstoffemissionen. Teure Schäden am Ofen, an der Abgasanlage und ein bis zu 100 % höherer Brennstoffverbrauch sind die Folgen. Naturbelassen bedeutet, daß nur gewachsenes, unbehandeltes Holz verwerdet werden darf. Andere "Brennstoffe" wie Spanplatten, Kunststoffe usw. dürfen auf keinen Fall eingesetzt werden. Sie führen zu Schädigungen an der Feuerungs- und Abgasanlage, sowie zu irreparablen Schäden an der Feuerungstür und der Verglasung und somit zum Verfall eines Garantieanspruches!

Nach Aufbau eines Grundofen kann noch nicht sofort geheizt werden. Hier ist vielmehr eine Trocknungsphase von mind. zwei Wochen notwendig, um das bei der Erstellung eingebrachte Wasser vorsichtig auszutreiben.

Beim Heizbetrieb eines Grundofens ist es wichtig, schnell ein intensives Feuer zu erreichen, niedrige Schadstoffemissionen und ein guter Wärmeübergang vom Rauchgas an das Ofenmaterial sind die Folge. Ein gedrosseltes Feuer bewirkt das Gegenteil.

Grundöfen Zulassung

Grundöfen in Verbindung mit einer dibT-druckgeprüften Heiztüre können entsprechend der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung auch in Räumen betrieben werden, die über eine Lüftungsanlage verfügen. Die Dichtheit der Feuerstätte muß hier unbedingt gewährleistet sein. Sollte Rauchaustritt an der Feuerstätte bemerkt werden, ist die Lüftungsanlage sofort außer Betrieb zu nehmen und die Ofenanlage durch einen Fachhandwerker untersuchen zu lassen. Ein Grundofen darf prinzipiell nur bei geschlossener Heiztüre betrieben werden, weil erst dann die Lüftungsanlage arbeiten kann.

Wartung von Grundöfen

Ein Grundofen ist wartungsarm, sollte jedoch in Abhängigkeit der Benutzungszeit gesäubert werden. Die Reinigung erfolgt im kalten Zustand. Die Asche verdichtet sich am Feuerraumboden über viele Brennstoftäuflagen. In Verbindung mit der Feuerraumschamotte wirkt Holzasche auf die Verbrennung katalytisch. Aus diesem Grunde sollte auch nach der Reinigung eine Restmenge auf dem Feuerraumboden verbleiben.
Aufgrund der von einem Grundofen ausgehenden thermischen Last müssen wegen des Brandschutzes einige Dinge berücksichtigt werden. Auskunft gibt der zuständige Kaminkehrer.

 

Weitere Informationen über Grundöfen finden Sie in unserem Merkblatt.