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Der Grundofen und dessen Betrieb

Ein Grundofen ist eine Speicherfeuerstätte, in die die Wärme über die Verbrennung des Brennstoffes eingebracht wird und die danach über einen langen Zeitraum gleichmäßig Wärme an den Aufstellraum abgibt. Bei dieser Art von Feuerstätten ist ein optimaler Betrieb anzustreben, um effizient beheizen zu können und die Umweltbelastung durch Schadstoffe aus dem Verbrennungsprozeß so niedrig wie möglich zu halten.

Installation und Aufbau von Grundöfen

Grundöfen dürfen nur in Räumen installiert werden, die einen maximalen Unterdruck von 10 Pa im bestimmungsgemäßen Betrieb der Lüftungsanlage aufweisen. Dies ist insbesondere beim Einsatz von Dunstabzugshauben in Küchen zu beachten, die in der Regel höhere Unterdrücke realisieren. Eine gesonderte Luftrückführung ist für diesen Fall erforderlich. Alternativ schreibt Ihr Kaminkehrer einen Fensterkontaktschalter vor.

Für den Abbrand darf nur trockenes, naturbelasseses Holz verwendet werden. Trockenes Holz bedeutet, daß die Restfeuchte unter 20 % sein soll. Das wird erreicht, wenn frisch geschlagenes Holz mindestens 2 Jahre witterungsgeschützt gelagert wird. Nasses Holz führt zur Versottung der Feuerstätte und Abgasanlage sowie zu hohen Schadstoffemissionen. Teure Schäden am Ofen, an der Abgasanlage und ein bis zu 100 % höherer Brennstoffverbrauch sind die Folgen. Naturbelassen bedeutet, daß nur gewachsenes, unbehandeltes Holz verwerdet werden darf. Andere "Brennstoffe" wie Spanplatten, Kunststoffe usw. dürfen auf keinen Fall eingesetzt werden. Sie führen zu Schädigungen an der Feuerungs- und Abgasanlage, sowie zu irreparablen Schäden an der Feuerungstür und der Verglasung und somit zum Verfall eines Garantieanspruches!

Nach Aufbau eines Grundofen kann noch nicht sofort geheizt werden. Hier ist vielmehr eine Trocknungsphase von mind. zwei Wochen notwendig, um das bei der Erstellung eingebrachte Wasser vorsichtig auszutreiben.

Beim Heizbetrieb eines Grundofens ist es wichtig, schnell ein intensives Feuer zu erreichen, niedrige Schadstoffemissionen und ein guter Wärmeübergang vom Rauchgas an das Ofenmaterial sind die Folge. Ein gedrosseltes Feuer bewirkt das Gegenteil.

Grundöfen Zulassung

Grundöfen in Verbindung mit einer dibT-druckgeprüften Heiztüre können entsprechend der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung auch in Räumen betrieben werden, die über eine Lüftungsanlage verfügen. Die Dichtheit der Feuerstätte muß hier unbedingt gewährleistet sein. Sollte Rauchaustritt an der Feuerstätte bemerkt werden, ist die Lüftungsanlage sofort außer Betrieb zu nehmen und die Ofenanlage durch einen Fachhandwerker untersuchen zu lassen. Ein Grundofen darf prinzipiell nur bei geschlossener Heiztüre betrieben werden, weil erst dann die Lüftungsanlage arbeiten kann.

Wartung von Grundöfen

Ein Grundofen ist wartungsarm, sollte jedoch in Abhängigkeit der Benutzungszeit gesäubert werden. Die Reinigung erfolgt im kalten Zustand. Die Asche verdichtet sich am Feuerraumboden über viele Brennstoftäuflagen. In Verbindung mit der Feuerraumschamotte wirkt Holzasche auf die Verbrennung katalytisch. Aus diesem Grunde sollte auch nach der Reinigung eine Restmenge auf dem Feuerraumboden verbleiben.
Aufgrund der von einem Grundofen ausgehenden thermischen Last müssen wegen des Brandschutzes einige Dinge berücksichtigt werden. Auskunft gibt der zuständige Kaminkehrer.

 

Weitere Informationen über Grundöfen finden Sie in unserem Merkblatt.