• header
  • header1

Zugwerke

zugwerke1
zugwerke2

Fertigbausätze - Showroom

ZGF73-03
ZGF61-05
ZGF46-02
ZGF61-03
ZGF61-04
ZGF46-03
ZGF61-01
ZGF73-01

Sanatherm - Allgemeine Montageanleitung

Grundofen Sanatherm-Komplettbausätze

Es handelt sich hier um eine allgemeine Montageanleitung für alle unsere Sanatherm Grundofenmodelle. Das hier dargestellte Modell dient nur als Beispiel. Die Maße Ihres Grundofens entnehmen Sie bitte Ihrer beiliegenden Planungsunterlage!

VORWORT

Herzlichen Glückwunsch zum Kauf Ihres Sanatherm Grundofens. Der Grundofen ist als Zusatzheizung zur bestehenden Heizungsanlage vorgesehen. Im Lieferumfang sind alle zur Erstellung der Ofenanlage notwendigen Materialien enthalten (Schornsteinanschlussstück
bauseits). Alle im Lieferumfang enthaltenen Materialien sind eigens für den Einsatz im Ofenbereich aufeinander abgestimmt. Der Feuerraum - Herzstück des Ofens - steht für modernste Verbrennungstechnik.

Bevor Sie nun mit den Arbeiten beginnen, ist es absolut notwendig, die komplette Aufbauanleitung des Grundofens durchzulesen und dann im Anschluss die Ofenanlage Schritt für Schritt nach der Montageanleitung zu erstellen. Weiterhin muss ebenfalls die beim Feuerraum beiliegende Bedienungs- und Montageanleitung des Feuerraums durchgelesen werden.

Die Bedienungs- und Montageanleitung des Sanatherm Grundofens hat die Aufgabe, Ihnen alle Kenntnisse zu vermitteln, die zu einem fachgerechten Aufbau und einer ordnungsgemäßen Bedienung des Ofens erforderlich sind. Wir bitten Sie, die Angaben in der Anleitung genauestens zu beachten! Wir weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass eine Gewährleistung gemäß Kaufvertrag,
für die gelieferten Teile nur dann übernommen werden kann, wenn die Angaben in der Bedienungs- und Montageanleitung beachtet werden.

1. ALLGEMEINE HINWEISE

Sie haben sich dafür entschieden, ihre Grundofenanlage selbst zu erstellen. Um Sie hierbei bestmöglich zu unterstützen, haben wir eine ausführliche Aufbauanleitung verfasst.
Die Lieferung beinhaltet alle für die Ofenmontage notwendigen Bauteile. Einzig die Materialien für den Schornsteinanschluss sind nicht im Lieferumfang enthalten. Da es verschiedenste Schornstein- und Anschlussvarianten gibt, empfehlen wir diesen Anschluss von einem Fachbetrieb vor Ort ausführen zu lassen. Oft ist der "Anschlussstutzen" auch bereits im Schornstein vorinstalliert.

Auskunft über die richtige Vorgehensweise hierbei gibt der zuständige Schornsteinfegermeister. Im Lieferumfang sind verschiedene Materialien enthalten, welche teilweise durch Zuschneiden ihre endgültige Form erhalten.

Diese Aufbauanleitung soll Ihnen eine Hilfestellung sein, das Prinzip der Ofenanlage und die richtige Handhabung und Verwendung der Baustoffe zu verstehen. Ausschlaggebend für den Aufbau Ihrer Anlage sind die Ihnen überlassenen Werkpläne und Zeichnungen. Wir empfehlen Ihnen, alle Anleitungen vor Beginn der Montagearbeiten genau und vollständig zu lesen und die beigefügte Bedienungs-, Montage- und Pflegeanleitung des Feuerraums ausführlich durchzuarbeiten.

Transportschäden müssen umgehend gemeldet werden! Lassen Sie diese auf dem Abnahme-Übergabebeleg der anliefernden Spedition vermerken und zusätzlich fotografisch dokumentieren. Dies erleichtert die Bearbeitung von Reklamationen enorm.
Überprüfen Sie vor Arbeitsbeginn die Vollständigkeit Ihres Grundofenbausatzes entsprechend dem Lieferschein. Zusätzlich dazu sollten Sie vor Beginn der Montagearbeiten, anhand der Bauzeichnung, die Maßhaltigkeit der gelieferten Bauteile und der vorhandenen Stellsituation überprüfen. Innerhalb des Toleranzbereiches sind im Einzelfall Maßabweichungen möglich; geringfügige Änderungen müssen ggf. vor Ort vorgenommen werden.

Die Ofenbauteile sind z. T. sehr schwer. Kalkulieren Sie deshalb für den Transport und den Aufbau mindestens zwei erwachsene Personen ein. Berücksichtigen Sie bitte, dass bei Naturmaterialien Farb- und Strukturunterschiede im Vergleich zu den Mustermaterialien möglich sind.

Bitte beachten Sie auch, dass die Montageanleitung des Feuerraums genauestens befolgt werden muss! Der Erbauer der Ofenanlage ist für die einwandfreie Funktion und die Sicherheit verantwortlich. Vor dem Aufbau der Anlage empfehlen wir Ihnen, sich mit Ihrem Bezirksschornsteinfeger in  Verbindung zu setzen, um alle Notwendigkeiten mit ihm besprechen zu können.

2. ANFORDERUNGEN

Diese Aufbauanleitung sowie die Bedienungs-, Montage- und Pflegeanleitung für den Feuerraum sind unbedingt zu beachten.

Der zuständige Schornsteinfegermeister muss vor dem Einbau bezüglich der Eignung des Schornsteins und der Verbrennungsluftzufuhr befragt werden.
Alle relevanten nationalen und europäischen Normen, örtliche und baurechtliche Vorschriften sowie feuerpolizeiliche Bestimmungen sind einzuhalten.

Der Boden/Untergrund im Bereich des Kamins muss druckfest und statisch belastbar sein. Eventuell müssen Estrichstempel verwendet oder ein Verbundestrich hergestellt werden.

Alle in der Bedienungs- und Montageanleitung aufgeführten Dämmstärken beziehen sich auf nicht brennbare Wände. Bei brennbaren und/oder sehr dünnen Wänden sind stärkere Dämmstärken erforderlich. Die notwendigen Informationen hierzu erhalten Sie von Ihrem zuständigen Schornsteinfegermeister.

3. SICHERHEITSHINWEISE

Bitte beachten Sie, dass Sie bei unsachgemäßer Handhabung, nicht Beachten der Aufbauanleitung, Verstoß gegen die Brandschutzvorschriften und Nichteinhalten von Inspektions- und Wartungszyklen, Schäden an der Umwelt, Gegenständen, Personen, anderen Lebewesen und auch Ihnen selbst verursachen können.

Beachten Sie zudem bitte unter anderem folgende allgemeine Regeln im Umgang mit Grundöfen:

- Der Schornsteinfegermeister sollte vor dem Aufbau kontaktiert werden
- Bitte beachten Sie die feuerpolizeilichen Bestimmungen
- Nur zugelassene Brennstoffe in der zugelassenen Menge verwenden
- Abstand zur Türscheibe - bitte beachten Sie die Angaben des Feuerraumherstellers!

Bitte kontaktieren Sie vor Ofenmontage ihren zuständigen Schornsteinfegermeister. Von diesem erhalten Sie alle notwendigen und wichtigen Informationen zu relevanten Fragen und Anforderungen. Der Erbauer haftet ausschließlich selbst für den fachgerechten Einbau.

4. LIEFERUMFANG

Die Lieferung enthält alle Bestandteile, um die Ofenanlage vollständig aufzubauen. Die enthaltenen Teile müssen bis auf die Rohrführung nicht zugeschnitten werden. Bitte prüfen Sie, ob alle für den Ofenaufbau benötigten Teile im Lieferumfang enthalten sind.

Bei den Rauchrohren können je nach Rauchgasführung Bestandteile übrig bleiben. Wir bitten Sie daher um Verständnis, dass übrig gebliebene Bestandteile weder zurückgenommen noch rückvergütet werden können.

BENÖTIGTES WERKZEUG

Für den Ofenaufbau wird folgendes Werkzeug benötigt:
- Messwerkzeuge: Meterstab, Zimmermannswinkel, Wasserwaagen kurz und lang (z. B. 60 cm, 200 cm)
- Allgemeine Werkzeuge: Handfeger und Kehrblech, Besen, Staubsauger, Bleistift, Schwamm, Pinsel oder Farbroller,
Teppichmesser, 4 x Eimer 20 l, ggf. Maurerkübel zum Verputzen, ggf. Spachtel zum Entfernen von Tapeten
- Mauern und Verputzen: Kelle klein und groß, Gummihammer, Zahnkelle, Glättkelle, Schwammbrett, Aluminium-Abziehlatte 100 cm und 180 cm
- Säge-/Schleifwerkzeuge: Metallsäge oder Trennschleifer, grobe Feile, Nasssteinsäge
Natürlich können hier aufgeführte Werkzeuge auch gegen andere gleichwertige oder z. B. motorisch betriebene Werkzeuge ersetzt werden.

5. AUFBAUANLEITUNG

5.1 ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUM AUFBAU

Es gibt im Ofenbau vier verwendbare Kleber:

Flex- oder Fliesenkleber
Ofensockel, Ofenbank, Hourdis (Kaltbereich), optische Anbauten (Kaltbereich), Keramiken, Steine trocken verkleben

Schamottemörtel
Brennraum (Steine, Boden, Deckel), Brennraumsteine vorher gut einnässen

Haftmörtel
Schamottesteine-Außenschale, Hourdis im Warmbereich (Technikabdeckungen oben), Revisionsbuchse, Steine
trocken verkleben

Zugwerkkleber
keramisches Zugwerk, Steine trocken verkleben

MATERIALIEN UND DEREN VERARBEITUNG:

Gasbetonstein (zu verarbeiten mit Flexkleber):
In der Regel für Ofensockel sowie optische An- und Aufbauten geeignet. Bei Sockelmontage direkt auf Rohbetondecke setzen - wegen der beschränkten Traglast des Estrichs (Höhe des Fertigfußbodenaufbaues berücksichtigen und hinzurechnen). Gasbetonsteine mit herkömmlichem Flexkleber kleben, Steine sollten bei der Verarbeitung trocken sein. Erst eine dünne Kontaktschicht auf die zu klebende Stelle, dann ca. 1 cm stark Kleber auftragen und sofort den Stein setzen und mit Gummihammer leicht anklopfen.

ACHTUNG: Bindet sofort ab, daher rasch verarbeiten. Um die Traglastigkeit des Ofensockels zu gewährleisten, werden im Abstand von ca. 30 cm Querständer gesetzt. Die Maße: Querschnitt 7,5 oder 10 cm (in der Regel 20 x 60 cm) im Baumarkt erhältlich.

Hourdis (zu verarbeiten mit Flexkleber im Kaltbereich oder Haftmörtel im Warmbereich)
Die Platten (im Normalfall rötlich) dienen als Abdeckung von Ofensockeln, Bänken und Ofenabdeckungen. Im Kaltbereich mit Flexkleber, im Heißbereich mit Haftmörtel kleben. Da die Platten hohl sind, können die Öffnungen vor den Verputzarbeiten mit Haftmörtel geschlossen werden. Nicht an Wand- oder Maueranschlüssen kleben (Spannungsrisse), sondern einige mm Abstand
halten. Verarbeitung entweder mit Trennscheibe oder Nassschneidemaschine.

Wandisolierplatten (zu verarbeiten mit Flexkleber bzw. mit Silikatkleber)
Leicht mit der Stichsäge zu schneiden, etwas behutsam damit umgehen, da sie leicht brechen. Im Falle des Bruchs an der Bruchstelle verkleben. Kann weiter verwendet werden. Die Platten werden an der Wand sowie an Schornsteinen mit dem Kalzuimsilikat-Kleber geklebt, in gleicher Höhe wie der Vorschub (dient als Auflage für Hourdisabdeckungen). Zwischen den Wandisolierplatten und dem Zugsystem oder Brennraum grundsätzlich einen Mindestabstand von 2 cm berücksichtigen, damit Zugsystem oder Brennraum arbeiten können und es nicht zu Spannungsrissen kommt.

Schamottesteine (Brennraumsteine nass verarbeiten) großzügig mit Schamottemörtel versetzen
Ofenaußenschale trocken verarbeiten mit Haftmörtel. Keramisches Zugwerk auch trocken mit Zugwerkkleber verarbeiten. Die Brennraumboden- und Deckelplatten sind gefalzt und mit Nut-Feder 60 mm stark. Diese werden genässt und mit Schamottemörtel gesetzt.

ACHTUNG: Brennkern MIT SCHAMOTTEMÖRTEL großzügig kleben. Jeder Stein, auch die Brennraumsteine, müssen vor dem Kleben genässt werden.

Die äußere Schale wird mit Schamotteplatten (Format 50 x 20 cm) gesetzt. Immer darauf achten, dass ein Abstand (Fuge) zur Technik gewährleistet ist. Verarbeitet wird mit HAFTMÖRTEL. Immer kleine Mengen Haftmörtel anrühren, da dieser rasch abbindet und nicht nachverdünnt werden darf.

Brennraum (zu verarbeiten mit Schamottemörtel - alle Steine nässen)
Können mit Gummihammer in die richtige Passform geklopft werden. Die Bodenplatte des Brennraumes wird großzügig mit Schamottemörtel auf die Schamottebodenplatten geklebt.

Zugsystemsteine und Verblendung des Zugwerks (Steine trocken verarbeiten mit Haftmörtel)
Achten Sie auf die vorgesehenen Angaben der Reinigungsöffnungen. Nicht benötigte Öffnungen werden mit den vorhandenen Pfropfen mit Kleber oder Haftmörtel geschlossen. Benötigte Revisionen werden offen gelassen, hier wird die Metallbuchse (zur Reinigung des Zugsystems) eingesetzt.

Revisionen
Die Metallbuchsen werden nach Errichtung des Zugsystems mit Haftmörtel in die Außenschale des Ofens geklebt.

Gasschlitz (kürzest mögliche Verbindung zwischen Zugbeginn und Zugende): Diese dient beugt mögliche Verpuffungen im Ofen vor, um so eine Beschädigung des Heizsystems zu verhindern. Kann auch mit Blindsteinen oder mit Schamottesteinen gebaut werden. Alternativ - je nach System - werden auch vorgefertigte Steine geliefert (Flachstein 6,25cm stark mit Schlitz zueinander setzen). Dieser Flachstein kann auch als Höhenausgleich im Zugsystem verwendet werden. In diesem Fall die Flachaussparung mit Haftmörtel schließen. Je nach Zugverlauf kann es vorkommen, dass der Gasschlitz aus den Systemsteinen ausgeflext werden und manuell hergestellt werden muss.

Rauchrohr und Wandfutter
Das Rauchrohr wird mit Feuchtfilz in den vorhandenen Zuganschlussstein gepresst. Es stellt die Verbindung zwischen dem Zugverlaufende und dem Wandfutter dar. Hier weisen wir darauf hin, dass die Art und Ausführung des Anschlusses am Schornstein mit Ihrem zuständigen Schornsteinfegermeister abzusprechen ist.

Armierung
Das Armierungsgewebe wird in die erste Lage Ofenputz eingearbeitet. Verhindert die Rissbildung an der Ofenaußenhaut. Überstehende Teile erst nach dem Trocknen abschneiden!

Ofenputz
Ein elastischer und wärmeunempfindlicher Putz wird in zwei Arbeitsgängen verarbeitet. Sollte nach dem Trocknen mit mineralischer Farbe gestrichen werden (verhindert das "Bröseln").

Achten Sie bitte darauf, dass KEINE DISPERSIONSFARBE sondern mineralische Farbe verwendet wird.

Keramiken | Naturstein
Mit kompatiblem Kleber verarbeiten! Achten Sie auf ca. 5-7mm Überstand, da der Verputz aufträgt. Dekorative Keramikeinlagen an der Ofenwand sollten vor den Verputzgängen durchgeführt werden.

Heiztüren
Siehe Hersteller-Einbauanleitung.

Achtung: Türgriffe grundsätzlich in senkrechter Position halten!

5.2 Aufbaureihenfolge

Die im Folgenden beschriebene Aufbaureihenfolge ist unbedingt zu beachten. Die einzelnen Bauteile sind vor dem Einbau genau zu begutachten und die Einbaulage sicherzustellen. Legen Sie das für den Aufbau benötigte allgemeine Werkzeug sowie die Werkzeuge zum Messen, Mauern und Putzen, Sägen und Schleifen (siehe Seite 4) bereit. Um eine möglichst gute Haftung zu erzielen, sind die
Bauteile vorab gründlich von Staub und Schmutz mit Besen und feuchtem Schwamm zu reinigen. In Abhängigkeit der Fugenstärke, der erreichten Geradheit, Ebenheit und Rechtwinkligkeit sowie den Eigenschaften der Baustelle, müssen die Maße einzelner Bauteile eventuell angepasst werden. Während des Aufbaus wird durchgehend mindestens ein Eimer mit Wasser benötigt, um die Bauteile zu reinigen, Werkzeuge zu säubern sowie Kleber und Putz anzurühren. Überstehende Putz- und Klebermassen sind mit der Kelle sauber abzuziehen. Es ist darauf zu Achten, dass der Kleber/Putz abgebunden hat, bevor die nächste Bauschicht gesetzt wird. Für die Montage sind ausschließlich die im Lieferumfang befindlichen Materialien zu verwenden.

1. ANZEICHNEN

Zeichnen Sie die äußeren Maße Ihrer Grundofenanlage auf den Boden und die Aufstellwand. Nutzen Sie hierzu einen Bleistift, Meterstab und Wasserwaagen. Die Maße ihrer Ofenanlage finden Sie in Ihren Planungsunterlagen.

2. FEUERRAUM ERSTELLEN

Nun ist der Feuerraum zu errichten. Dazu ist die Aufbauanleitung des Herstellers zu verwenden. In diesem Schritt wird auch die Verbrennungsluftzufuhr erstellt.

3. WÄRMEDÄMMUNG

Die Anbauwand ist mit den Kalziumsilikatplatten zu dämmen; der Fußboden mit der Steinwolle. Dabei ist genügend Abstand zwischen Dämmung und dem Außenmaß der Verkleidung zu halten. Richten Sie sich hierbei nach der Schamottplattenstärke sowie der gewünschten Putzstärke (ca. 8 mm), damit die Fuge zwischen Dämmung und Schamottplatte nicht zu groß wird.

4. SOCKEL

Erstellen Sie den Sockel aus Porenbetonplatten. Er dient später als tragendes Element für das Zugwerk und gegebenenfalls als Sitzbank.

5. SOCKELABDECKUNG

Der Sockel ist mit Hourdisplatten abzudecken. Dabei ist waagrecht zu arbeiten. Die Löcher der Hourdisplatten sind im Sichtbereich mit Haftmörtel zu verschließen.

6. ZUGSYSTEM

Nun ist das Zugsystem zu errichten. Dazu beachten Sie bitte das Zugschema aus Ihren Planungsunterlagen. Die genaue Beschreibung für die Position eines Gasschlitzes bzw.
der Anheizklappe finden Sie in dieser Montageanleitung weiter unten.

7. VERKLEIDUNG FEUERRAUM

Die Ummauerung mit den Schamottesteinen bilden. Schamottesteine und Wandisolierung in dieselbe Höhe bringen. Dies dient für die Hourdisplatten und die Ofenabdeckung (4 cm stark) als Auflage über dem Feuerraum bzw. über dem Zugsystem.
Diese Decke sollte sich mindestens 2 cm über der Heiztechnik befinden. Je nach optischer Gestaltung
kann die Decke auch mit mehr Abstand gesetzt werden. Bei rundlichen Öfen werden die Schamottesteine für die Ummauerung in schmale Streifen geschnitten, um die runde Form zu erhalten. Sturz und Balkon aus Hourdisplatten schneiden. Die sichtbaren Löcher der Hourdisplatten sind mit Haftmörtel zu schließen. In diesem Schritt muss der Luftklappengriff und bei raumluftabhängigen Öfen zusätzlich das Luftgitter in den unteren Bereich der Verkleidung eingebaut werden. Bitte beachten Sie für die Aussparung des Luftklappengriffs

8. ABDECKUNG FEUERRAUM

Die Verkleidung des Feuerraums ist mit Hourdisplatten abzudecken. Dabei ist waagrecht zu arbeiten. Die Löcher der Hourdisplatten sind im Sichtbereich mit Haftmörtel zu verschließen.

9. VERKLEIDUNG ZUG

Die Ummauerung mit den Schamottesteinen bilden. Schamottesteine und Wandisolierung in dieselbe Höhe bringen. Dies dient für die Hourdisplatten und die Ofenabdeckung (4 cm stark) als Auflage über dem Feuerraum bzw. über dem Zugsystem.
Diese Decke sollte sich mindestens 2 cm über der Heiztechnik befinden. Je nach optischer Gestaltung kann die Decke auch mit mehr Abstand gesetzt werden. Bei rundlichen Öfen werden die Schamottesteine für die Ummauerung in schmale Streifen geschnitten, um die runde Form zu erhalten. Sturz und Balkon aus Hourdisplatten schneiden.
Die sichtbaren Löcher der Hourdisplatten sind mit Haftmörtel zu schließen.

10. ABDECKUNG ZUG

Die Verkleidung des Zuges ist mit Hourdisplatten abzudecken. Dabei ist waagrecht zu arbeiten. Die Löcher der Hourdisplatten sind im Sichtbereich mit Haftmörtel zu verschließen.

11. NATURSTEIN

Falls Naturstein in Ihrer Ofenanlage verbaut wird, so ist er nun auf die Abdeckung der Hourdisplatten zu kleben. Die Naturstein-Bauteile sind auf der Unterseite mit Natursteinkleber zu bestreichen und an die richtige Position zu setzen. Die Flächen der Ofenverkleidung sind mit einem feuchten Schwamm zu nässen. Durch Anreiben der Bauteile wird ei Haftung erhöht. Sollte der Naturstein direkt an die Heiztüre stoßen, so ist eine Dehnungsfuge von 2 mm einzuhalten. Achten Sie darauf, dass die Klebeflächen staubfrei sind.

12. PUTZ

Die Oberfläche ist gründlich von Staub und Schmutz zu reinigen. Alle Flächen, die nicht mit dem Putz in Kontakt kommen sollen, werden mit Klebeband und Folie abgeklebt. Bitte verwenden Sie Klebeband mit nicht allzu hoher Klebekraft, damit beim Abziehen nichts beschädigt wird. Die Ofenanlage ist in zwei Schichten zu verputzen. In die erste Schicht wird das Armierungsgewebe eingebettet. Dabei müssen sich die einzelnen Gewebebahnen mindestens 10 cm überlappen. Nach vollständiger Trocknung kann die finale Putzschicht aufgetragen und nach leichter Antrocknung mit dem Schwammbrett gefilzt werden. Für stabile und spitzere Kanten können Eckschutzprofile aus Metall verwendet werden. Diese sind nicht im Lieferumfang enthalten.
Vor dem ersten Anheizen muss der Putz ca. 2 - 4 Wochen trocknen. Danach den Ofen schrittweise aufheizen, d.h. über einige Tage hinweg immer ein wenig mehr Holz auflegen.
Es sollte nur so viel Putz angerührt werden, wie auch verarbeitet werden kann, bevor der Putz abbindet. Machen Sie besser kleine Flächen als zu große.

5.3 ZUSÄTZLICHE AUFBAUERKLÄRUNGEN

5.3.1 AUFSTELLEN DES FEUERRAUMS

Das Geschränk ist anhand der Planungsunterlagen Ihres Grundofens auszurichten. Für den Aufbau des Feuerraums ist die separate Aufbauanleitung des Herstellers zu verwenden. Auf der Unterseite des Geschränks befindet sich der Verbrennungsluftstutzen.
Hier wird der für die Verbrennung benötigte Sauerstoff angesogen. Montieren Sie die Stellklappe mit der dafür vorgesehenen Schelle am Stutzen. Die Vierkantstange wird an der Klappe montiert. Achten Sie darauf, dass Stange und Klappe rechtwinkelig zur Verkleidung verlaufen sollen. Während die Verkleidung gemauert wird, ist der Stellgriff an der Vierkantstange zu montieren. Lassen Sie die Abdeckung vom Feuerraum noch weg. Schließen Sie den Feuerraum von oben erst wenn der Anschluss zum Zugsystem erstellt wird.

5.3.2 ERRICHTEN ZUGSYSTEM

DER KERAMISCHE ZUG / VARIANTE STURZ- UND STEIGZUG

Der keramische Zug schließt direkt hinter der Ausbrandöffnung des Brennraumes an und wird mit dem Zugwerkkleber verklebt. Beim Arbeiten mit diesem Kleber ist darauf zu achten, dass die Systemsteine trocken und staubfrei sind, damit die Klebermasse nicht zu schwimmen beginnt. Eventuell muss auch ein Höhenausgleich durch Unterlegen von Schamotteplatten unter dem Zugwerk erfolgen (ersichtlich aus Ihren Planungsunterlagen). Dies können Sie bereits beim Vorab-Trockenaufbau des Systems feststellen. Im Normalfall 3 cm starke Schamottesteine unter das Zugwerk legen und mit Haftmörtel fixieren.

Beim Aufbau sind bereits die Positionen der Revisionsöffnungen zu beachten.

DER SCHORNSTEINANSCHLUSS

Bevor die letzten Zugsteine gesetzt werden, muss der Schornsteinanschluss sorgfältig vorbereitet werden. Zunächst werden die restlichen Zugsteine und der Anschlussstein mit dem Verbindungsrohr trocken in die richtige Position gesetzt, um die Rauchrohrmitte in Form eines Fadenkreuzes am Schornstein anzuzeichnen. Das Rauchrohr dabei niemals mit Gefälle, sondern gerade oder mit leichter Steigung ausrichten. Es ist darauf zu achten, dass die Rohre mindestens 5 cm in dem Wandfutter stecken! Die Rohre dürfen außerdem nur von der nicht verjüngten Seite gekürzt werden.

BEI ISO-SCHORNSTEINEN

Im Vorfeld immer den zuständigen Schornsteinfegermeister kontaktieren und dann entsprechend der Vorgaben ausführen!
Sollte die Verbrennungsluftzufuhr von außen erfolgen, so muss die Luftzuführung vor dem Stellen des Feuerraums geschaffen werden.

5.3.3 VERBRENNUNGSLUFT - VERSCHIEDENE VARIANTEN

Die Verbrennungsluft kann auf verschiedene Arten zugeführt werden. Grundsätzlich wird zwischen raumluftabhängig und externer Verbrennungsluftzufuhr entschieden. Bei raumluftabhängig betriebenen Öfen wird die Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum entnommen. Bei Öfen mit externer Verbrennungsluftzufuhr wird die Verbrennungsluft durch einen Schacht von außen in die Anlage geführt.
Bei den Verbrennungsluft-Sets ist nach den Eigenschaften der Baustelle zu wählen. Die raumluftabhängige Ausführung wird mit dem Luftgitter in die Verkleidung eingebaut. Die externe Ausführung kann mit beiden Verbrennungsluft-Sets erfolgen. Dies ist abhängig davon, ob man direkt durch die Außenwand die Verbrennungsluft holt und das Luftgitter als Außenluftgitter einbaut oder über einen Luftschacht, an dem das Aluflexrohr angeschlossen wird.
Im Falle einer kontrollierten Be- und Entlüftung wenden Sie sich bitte an Ihren Lüftungsbauer.
Es ist dafür zu sorgen, dass ausreichend Verbrennungsluft zum Ofen geführt wird.

5.3.4 Einbau Luftklappengriffe

Der Luftklappengriff wird an der Stelle eingebaut, wo der Vierkantstab in die Verkleidung ragen würde. Der Vierkantstab wird entsprechend gekürzt, so dass der Griff nach dem Verputzen in die Öffnung der Verkleidung eingesetzt werden kann und der Stab mit dem Griff verbunden ist. Die Öffnung der Verkleidung muss dem Luftklappengriff von der Größe angepasst werden und genau dort sitzen, wo der Vierkantstab rechtwinklig von der Stellklappe zur Verkleidung zeigt.

5.3.5 Anschluss Feuerraum zum Zugsystem

Die Aussparung am Feuerraum für den Zugwerkbeginn wird händisch erstellt. Dafür ist es ratsam, die Zugsteine vorab einmal trocken aufzubauen und die Höhe und Maße an dem Feuerraum anzuzeichnen. Die Mörtelfugen sind zu berücksichtigen.
Danach erstellen Sie die Öffnung mit einem Trennschleifer und einem Steinbohrer. Bei dem Herauslösen ist mit Vorsicht vorzugehen, um Beschädigungen am Brennraumstein zu vermeiden.

5.3.6 Einbau Anheizplatten

Eine Anheizklappe wird empfohlen ab einer Zuglänge von 4 m. Sie dient als Überbrückung von einem Teil des Zugsystems, um die Startphase zu erleichtern. Sobald das Feuer richtig brennt, kann die Klappe geschlossen werden. Sie wird dort eingebaut, wo die Verbindung zwischen Feuerraum und Schornsteineintritt am kürzesten wäre. Der Formstein und die Anheizklappe sind extra erhältlich. Der kürzbare Griff wird in die Verkleidung vom Zugwerk eingebaut.

5.3.7 Der Gas-Schlitz (Bypass)

In der Anheizphase sind die Rauchgase noch zu kühl und daher zu träge, um die gesamte Zuglänge zu durchströmen und somit zu erwärmen. Eine Erwärmung der Rauchgasstrecke ist aber eine wichtige Voraussetzung, damit ein Ofen gut zieht. Aus diesem Grund muss ein Gasschlitz eingebaut werden, durch den die Rauchgase auf dem kürzesten Weg in den Schornstein geführt werden. Nach Erreichen einer höheren Verbrennungstemperatur erhöht sich das Luftvolumen der nun heißen Rauchgase und verteilt sich im ganzen Zugsystem. Der Gasschlitz verliert dann seine Bedeutung, da die ausgedehnten Rauchgase sich nun in den Zügen wesentlich besser bewegen können.
Außerdem wirkt der Gasschlitz wie ein Sicherheitsventil für den Fall, dass die Heiztüre zu früh luftdicht verschlossen wird, d. h. das Holz ist noch nicht vollständig verbrannt und es entstehen evtl. Schwelgase, die bei einer plötzlichen Sauerstoffzufuhr durch Öffnen der Heiztüre ggf. zu einer Verpuffung führen könnten.
In der Regel ist der Gasschlitz in Form zweier gegenüberliegender Systemsteine (mit einer Aussparung versehen) in der Planung berücksichtigt. Es kann aber auch je nach Planung und Systemverlauf vorkommen, dass ein Gasschlitz handwerklich gebaut werden muss.
In diesem Fall sollte in einen der Zugsteine (beginnend am Zugverlauf) ein Schlitz ausgespart werden (ca. 20cm²). Ebenso an einem der letzten Systemstein. Falls die zu verbindenden Züge keine direkte Kontaktstelle haben, muss ein Verbindungskanal geschaffen werden. Dieser kann mit Schamottesteinen hergestellt werden

5.3.8 Der Anschlußstein

Der Anschlussstein ist die Verbindung zwischen dem keramischen Zugwerk und dem Rauchrohr. Dieser Stein wird erst am Schluss nach Herstellung der Rohrverbindung mit dem Zugwerkkleber an das Zugwerk geklebt. Dadurch ist man mit dem Verbinden der Rauchrohre flexibel.
Sobald die Rauchrohre mit dem Schornstein verbunden sind, sind diese etwas auf Zug zu bringen. Bei beweglichen Bögen die Schrauben festziehen und zuletzt den Feuchtfilz zum Fixieren des Rauchrohres im Anschlussstein verwenden. Den Feuchtfilz fest um das Rauchrohr herum in den Anschlussstein drücken, Feuchtfilz härtet nach dem ersten Heizvorgang aus und ist eine optimale Verbindung und Abdichtung zwischen Stein und Metall.

5.3.9 REVISIONSÖFFNUNGEN

Die Revisionsöffnung besteht aus einer Metallhülse und einem innen isolierten Metalldeckel (überputzbar)

  • In den dafür vorgesehenen Zugsteinen ist die Aussparung teilweise bereits berücksichtigt
  • Zugsystem komplett erstellen. Die für die Revision vorgesehenen Steine (runder Verschlussstein 110 mm ) werden mit Schamottemörtel eingeklebt.
  • Im Vorschub (Ofenaußenschale) wird die Aussparung so ausgeführt, dass die Hülse des Putzdeckels in derselben Höhe sitzt und der eingeklebte Verschlussstein durch die Hülse zu entnehmen ist.
  • Die Metallhülse mit Haftmörtel einsetzen und ggf. die Hülse mit einer Blechschere kürzen.

Die Revisionsöffnungen müssen so gesetzt werden, dass man in den Schornstein sehen und die Umlenkungen reinigen kann. Gegebenenfalls müssen dafür neue Öffnungen in das Zugwerk geschnitten werden. Die Ausschnittstücke dienen als herausnehmbarer Verschlussstein.
Die Verschlusssteine dürfen nur mit Schamottmörtel eingesetzt werden.

Anschließend die Baustelle reinigen und der Ofen ist fertig. Vor dem ersten Einheizen müssen  sämtliche Materialien abgehärtet und trocken sein!